Update: August 2026
Das Ziel ist gesteckt, die Vision klar vor Augen: Aus 30 Jahren Erinnerungsarbeit, aus einem literarischen Vermächtnis aus Theresienstadt, das einzigartig ist, möchten wir etwas schaffen, das bleibt, weiterwächst und Zukunft hat. Diesem Ziel dient unser aktuelles Projekt:
Die Kraft der Menschlichkeit. Ein Vermächtnis aus Theresienstadt.
Die Mädchen von Zimmer 28
Online-Ausstellung | Internationale Bildungs-Plattform | Erschließung und Nutzbarmachung des Room 28 Medienarchivs
Im Fokus der Phase 1: Das Theresienstädter Tagebuch von Helga Pollak und Brundibár und die Mädchen von Zimmer 28.
Die Geschichte der "Mädchen von Zimmer 28" als Online-Ausstellung und internationonale Bildungsplattform bietet eine einzigartige Chance für historische Bildung im Kampf gegen das Vergessen, gegen den wachsenden Antisemitismus und für Demokratie und Menschlichkeit.
Aus Erinnerungen, einem Tagebuch, einem Poesiealbum, Kinderzeichnungen und Dokumenten aus dem Ghetto Theresienstadt sind 2004 ein Buch, ein Theaterstück und eine Ausstellung entstanden und daraus ein Bildungsprojekt. 2007 gründeten wir unseren Verein Room 28 e.V. und 2014 startete die Edition Room 28 mit der Veröffentlichung des authentischen Tagebuches von Helga Pollak.
Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Dreißig Jahre nach Beginn dieses jüdisch-deutschen Erinnerungsprojekts wächst es immer noch weiter. Unser Fokus liegt nun auf der Erhaltung und Erschließung eines umfangreichen Medienarchivs – eines Archivs der Erinnerungen, das seit 1996 stetig gewachsen ist. Es enthält Audio- und Videoaufnahmen, Interviews und andere einzigartige Zeitzeugenberichte, die einen wesentlichen Teil des Vermächtnisses der Mädchen ausmachen. Über die Bildungsplattform wird dieses Archiv nach und nach für Pädagog*innen, Schüler*innen, Forscher*innen und die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Udo Gittel, Mitglied von Room 28 und Sprecher unseres pädagogischen Teams:
Spendenplattform Betterplace:
Parallel zur Arbeit an diesem Projekt bauen wir unser Netzwerk aus Verbündeten, Kooperationspartnern, Förderern und individuellen Unterstützern aus. Sie können mit dabei sein!
Wie das Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium in Dahn (Pfalz) im Januar 2026, haben auch andere Schulen seit 2004 die Geschichte der "Mädchen von Zimmer 28" auf die Bühne gebracht, als Theaterstück - siehe dazu das in der Edition Room 28 erschienene Musik-Theaterstück von Hannelore Brenner - oder in Form szenischer Lesungen mit Musik. Inzwischen gehören Kooperationen mit Schulen zu den tragenden Säulen des Room 28 Bildungsprojekts und Lehrer:innen zu den Schlüsselpersonen, auf denen wesentlich die Zukunft des Room 28 Bildungsprojektes ruht. Daher hat sich in unserem Verein ein pädagogisches Team gegründet.
„Die Geschichte der jugendlichen Helga, die das Ghetto Theresienstadt und die Deportation nach Auschwitz überlebt hat, ist ein Modellfall der Erinnerung und des Gedenkens an das Schicksal der europäischen Juden, ihre autobiografischen Aufzeichnungen sind vergleichbar mit dem Tagebuch der Anne Frank.“
Prof. Peter Gstettner im Nachwort des 2014 erschienenen Buches "Mein Theresienstädter Tagebuch 1943-1944". Das Tagebuch ist die erste Publikation der Reihe Edition Room 28.
Höchste Zeit, ein umfangreiches und äußerst wertvolles Ton- und Medienarchiv zu erschließen und für das Room 28 Erinnerungs- und Bildungsprojekt nutzbar zu machen. Damit wird das Archiv auch als Quelle für Forschung und historische Bildung zu den Themen NS-Regime, Protektorat Böhmen und Mähren, Ghetto Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau, Holocaust und mehr geöffnet und international zugänglich gemacht.
Das Room 28 Medienarchiv der Autorin Hannelore Brenner umfasst Ton- und Filmkassetten mit Zeitzeugeninterviews aus dem Kreis der „Mädchen von Zimmer 28“ und mit weiteren Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz. Die Tonaufnahmen begannen 1996 mit Recherchen zum Hörfunkfeature „Brundibár und die Kinder von Theresienstadt“ und setzten sich fort bis zur Veröffentlichung des Buches „Die Mädchen von Zimmer 28“ im April 2004. Interviews wurden in Deutsch und Englisch geführt.
Filmaufnahmen, gedreht 2003 in London und Spindlermühle, 2006 in Spindlermühle und Terezin, 2010 in Marienbad gehören ebenso zum Medienarchiv wie Aufzeichnungen von Veranstaltungen mit den „Mädchen von Zimmer 28“ ab 2004. Darüber hinaus gibt es Radiofeatures und Kurzfilme, wie den in Israel von Eliana Schejter und Addi Reiss produzierten Film "Memory Drops" - ein kleines filmisches Meisterwerk. Überzeugen Sie sich selbst.
Weitere Filme entstanden: Ich wandre durch Theresienstadt. Auf den Spuren der Mädchen von Zimmer 28, ein deutsch-tschechisches Kooperationsprojekt. Diese Filme und die noch zu erschließenden Ausschnitte aus den Ton- und Filmmaterialien werden in das Room 28 Erinnerungs- und Bildungsprojekt und in die digitale Ausstellung integriert.
Die Broschüre The Creation of a Lasting Memory von Hannelore Brenner (in englischer Sprache) ist die Schlüssellektüre zum Gesamtprojekt. Sie gibt auf 46 Seiten einen Einblick in ein einzigartiges deutsch-jüdisches Projekt, das sich über einen Zeitraum von 30 Jahren entwickelte. Es wurzelt in dem Wunsch der Überlebenden von Zimmer 28 des Mädchenheims L 410 im Ghetto Theresienstadt, eine bleibende Erinnerung zu schaffen, und ist von einer Vision und einem starken Willen beflügelt, aus dem Wunsch Wirklichkeit zu gestalten.
Die Broschüre ist auch für Akteur:innen aus Film und Theater gedacht, als Angebot und Aufforderung, eine Schlüsselrolle bei der Schaffung eines bleibenden Gedenkens zu spielen und die Geschichte im Medium eines Spielfilms, Dokumentarfilms und auf der Bühne als Musik-Theaterstück weiterzuerzählen.
Grundsätzlich gilt es, das Vermächtnis der "Mädchen von Zimmer 28" und das der Autorin (Edition Room 28, Room 28 Medien- und Dokumentenarchiv) lebendig zu halten und in die Zukunft zu führen - gerne in Kooperation mit einer großen, kongenialen Institution. Bei Interesse senden wir Ihnen die Broschüre gerne zu. Sie ist auch über die Edition Room 28 erhältlich. Kontakt: info@room28.net
Wenn Sie unsere Sache unterstützen wollen - hier gehts zum Spendenkonto:
Aus Erinnerung wird Bildung. Aus Bildung entsteht Zukunft.
Nach mehr als drei Jahrzehnten kontinuierlicher Arbeit befindet sich Room 28 in einem Prozess der Transformation. Ziel ist es, die Erfahrungen, Geschichten und Bildungsimpulse des Projekts in eine zeitgemäße Form zu verwandeln und für heutige und kommende Generationen zugänglich zu machen.
Gemeinsam mit Partner:innen, Verbündeten, Fördernden und Freund:innen entsteht ein internationales Netzwerk, das diesen Weg begleitet und die Zukunft des Projekts mitgestaltet.
Die Ausstellung entstand 2004 und wurde im Nu zur Wanderausstellung. Es entstand eine tschechische, französische, englische und eine brasilianische Austellung. Mehr dazu und zur geplanten Modernisierung der Ausstellung auf dem Menü Ausstellung