Die Ausstellung aus dem Jahre 2004 entstand in Ergänzung zum Buch Die Mädchen von Zimmer 28, das im April 2004 im Droemer Verlag erschien. Sie sollte es den Überlebenden einfacher machen, ihre Geschichte jungen Menschen zu vermitteln. Diese Hoffnung erfüllte sich. Viele Jahre begleiteten die Überlebenden die Ausstellung und erzählten vor allem jungen Menschen ihre Geschichte.
Heute, im Jahr 2026, ist dies nicht mehr möglich. Die Zeitzeuginnen sind nicht mehr unter uns. Aber ihr Vermächtnis ist uns erhalten – in den Publikationen der Edition Room 28, in den Bildern und Zeugnissen der Ausstellung und in dem multimedialen Bildungsprojekt mit all seinen Elementen - Lehrmaterialien, Radiofeatures, Kurzfilme. Auch in dem umfangreichen Ton- und Filmarchiv der Autorin.
Wir werden unsere Ausstellung aus dem Jahre 2004 aktualisieren und modernisierien und streben zwei neue Formate an:
Weitere Informationen dazu finden Sie unter dem Menü:
Sie finden unseren Verein und unser Projekt auch auf der Spendenplattform Betterplace. Darüber, auch direkt über unseren Verein, können Sie unsere Arbeit und unser Projekt unterstützen. Wir würden uns freuen!
Es gibt Tafeln der Originalausstellung, die zeitlos gültig sind und keiner Aktualisierung bedürfen. Sie werden als originaler Kern der Ausstellung erhalten. Wichtigen Dokumenten wird in der neuen Ausstellung mehr Raum gegeben, neue Tafeln zu wichtigen Aspekten in neuem Design kommen hinzu. Ausstellungkonzept und Ausstellungsdesign werden unter Einbeziehung des noch zu erschließenden Ton- und Filmmaterials und der bereits vorhandenen Produktionen modernisiert und sowohl für eine analoge Wanderausstellung wie auch für die digitale Ausstellung von Fachexpert:innen erarbeitet und realisiert.
Das umfangreiche Audio- und Filmarchiv der Autorin Hannelore Brenner mit Interviews mit den Zeitzeug:nnen wird für die Ausstellung und für das Bildungsprojekt nutzbar gemacht. Die Interviews begannen mit Recherchen für das Hörfunkfeature "Brundibár und die Kinder von Theresienstadt" (SFB/WDR/RB 1997 und ORF 1998) und wurden bis zum Erscheinen des Buches Die Mädchen von Zimmer 28 im Jahre 2004 intensiv fortgesetzt. Viele Zitate im Buch und in der Ausstellung Die Mädchen von Zimmer 28 liegen als Tondokumente vor. Hier ein Einblick:
Bereits erstellte Kurzfilme
Vorhandene Radiofeatures von Hannelore Brenner mit Originalstimmen der ZeitzeugInnen:
Tonkassetten: Interviews mit ZeitzeugInnen:
Die "Mädchen von Zimmer 28": Anna Hanusová, Helga Kinsky, Evelina Merová, Ela Weissberger, Judith Rosenzweig, Hanka Weingarten, Handa Drori, Vera Kreiner, Eva Zohar, Marta Mikulová.
Zeitzeuginnen: Alice Herz-Sommer, Edith Steiner-Kraus, Eva Hermannová, Helga Weissová, Greta Klingsberg, Zdenka Fantlová, Ruth Brössler, Margit Silberfeld u.a.
Zeitzeugen: Paul Aron Sandfort, Paul Kling, Thomas Mandl, Zvi Cohn, Ernest Seinfeld, Leopold Lowy, George Brady, Willy Groag, Coco Schumann, Kurt Jiri Kotouc u.a.
Filmmaterial. Filmkassetten.
Eine noch zu lösende Frage:
Im Januar 2008 zeigte der Deutsche Bundestag die Ausstellung im Rahmen des Holocaust Gedenktages. Er fügte einen Nachbau des Zimmer 28 hinzu und überließ ihn dem gerade gegründeten Verein. Dank Sponsering durch die Firma zapf umzüge konnte der Nachbau bis heute erhalten werden. Allerdings haben wir die sperrigen Holzbetten entsorgt. Wir stehen nun vor der Frage: Sollenn wir dieses massive Element der Ausstellung erhalten oder etwas Neues erschaffen?
Im Jahre 2011 verfassten einige der Zeitzeuginnen in Spindlermühle das nachfolgende Statement:
Wir, die so genannten ,Mädchen von Zimmer 28" habenuns 1998 mit der Autorin Hannelore Brenner-Wonschick verbunden, um ein bleibendes Gedenken zu schaffen an unsere Freunde und an die Kinder von Theresienstadt und auch um die Erwachsenenzu würdigen, die ftir uns sehr wichtig waren und für unser Leben bis heute wichtig sind. Nach intensiver Zusammenarbeit über einige Jahre - wir trafen uns seit 1998 jedes Jahr im September in Spindlermühle - ist ein Buch entstanden, ein Theaterstück, eine Ausstellung, die Initiative Room 28 Projects und dann, 2007, der Verein Room 28. Aus all dem ist ein internationales Bildungsprojekt entstanden. Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Anliegen auf diese Weise realisiert wurde. Der Deutsche Bundestaghx dem Verein 2008 einen Nachbau des Zimmers 28 geschenkt. Wir wissen, dass dies für den Verein, deren Ehrenmitglieder wir sind, ein großes Problem darstellt, denn der Verein hat nur wenige Mitglieder, keine finanzielle Mittel und keine eigenen Räumlichkeiten. Wir hoffen, dass es Hannelore und unseren Freunden gelingen wird, das Zimmer 28 nt erhalten und flir die Ausstellung ein passendes Zuhause zu finden und damit unser Vermächtnis lebendig zu erhalten und es vor allem jungen Menschen zu vermitteln.