Ausstellung

Die Mädchen von Zimmer 28

Update 5. November 2022

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Einblick in die Ausstellung. Weitere Informationen zum Inhalt und zum Verleih gibt es auf der Website von Room 28 Education. Die Ausstellung und das Bildungsprojekt sind Schwerpunkte der Arbeit des Vereins Room 28 e.V.  Um die Zukunft zu sichern, gilt es nun, eine personelle und finanzielle Basis zu schaffen. Mehr auf dem Menü: Ziele.

Ausstellungen 2022

Juni 2022, Erlöserkirche in Heide

Im Mai/Juni 2022 war die Ausstellung Teil des Schulprojektes "Die Mädchen von Zimmer 28 und Brundibár" des Gymnasiums Heide-Ost in Heide/Schleswig/Holstein. Dieses Projekt erstreckt sich bis zum Sommer 2023. Ein Workshop zur Einführung ins Thema wurde mit der Kamera festgehalten, zu sehen auf dem Menü: Filme.

Im April/Mai war die Ausstellung im Rahmen von Aufführungen der Kinderoper Brundibár am Otfried-Weißenburg-Gymnasium in Dahn/Pfalz.

Rückblick. Essentials

Die Autorin Hannelore Brenner-Wonschick erschuf die Ausstellung 2004 in Ergänzung zu ihrem Buch Die Mädchen von Zimmer 28, erschienen 2004 im Droemer Verlag, München. Buch und Austellung entstanden im Bündnis mit Überlebenden von Zimmer 28. Die Iniitiatorinnen des Holocaust-Erinnerungsprojektes waren Anna Hanusová geb. Flachová und Helga Kinsky, geb. Pollak. Mit ihnen hatte sich die Autorin 1996 verbündet, um deren Wunsch zu erfüllen: ein bleibendes Gedenken zu schaffen.

Ausstellung und Buch erzählen die Geschichte dieser Mädchen, die zwischen 1942 und 1944 im Zimmer 28, Mädchenheim L 410 im Ghetto Theresienstadt zusammenlebten. Von etwa 60 Mädchen, die für eine Weile im Zimmer 28 untergebracht waren, überlebten fünfzehn den Holocaust.

Ausstellungseröffnung in Schwerin, 23.9.2004

Mehr als eine Geschichte des Holocaust

Die Geschichte dieser Mädchen ist mehr als eine weitere Geschichte zum Holocaust. Sie erzählt von der Bedeutung von Kunst, Kultur und Kreativität in einer unmenschlichen Zeit. Sie zeigt auf, welche Kraft die Ausrichtung an kulturellen und ethischen Werten zu entfalten vermag im Ringen um Selbstbehauptung, um die Behauptung der eigenen Identität und Würde. Wichtige Informationen zur Bedeutung des Projektes finden Sie u.a. in dem Menüe Dokumente.

Aquarell von Judith Schwarzbart. Kunstunterricht mit Friedl Dicker-Brandeis

Internationale Ausstellungen

Die Ausstellung wurde international. Es entstand eine tschechische, französische, englische und 2014 eine brasilianische Version. Bis heute haben weltweit Hunderttausende von Menschen die Ausstellung besucht. Das multimediale Angebot der Room 28 Projects (Buch, Ausstellung, Theaterstück, Bildungsprojekt, Zeitzeugengespräche, Lesungen etc.) inspirierte zu immer neuen Aktivitäten und Schöpfungen.

Herausforderung: Nachbau Zimmer 28

Der Deutsche Bundestag, der die Ausstellung im Rahmen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Januar 2008 zeigte, fügte einen Nachbau des Zimmers 28 hinzu und überließ ihn dem gerade entstandenen Verein Room 28 e.V. Jahrelang standen wir vor der Frage, wie wir dieses raumfordernde, massive Ausstellungselement erhalten können. Dank des Interesses zweier Veranstalter - Geschichtswerkstatt Lüneburg und Jüdisches Museum Rendsburg - und dank Unterstützung der Firma zapf umzuege konnten wir die Rekonstruktion des Zimmers 28 bis heute erhalten. Allerdings gilt es nun, d.h. 2022/2023 zumindest das Interieur zu erneuern.

Deutscher Bundestag. Januar 2008.Foto © www.evelinfrerk.de

Der Nachbau "Zimmer 28" wurde zum Brennpunkt vieler Ausstellungen - in Lüneburg (Universität), Rendsburg (Jüdisches Museum), im Rathaus Schöneberg und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin, bei der Europäischen Kommission in Brüssel, bei den Vereinten Nationen in Genf. Und an vielen weiteren Orten: Oederan, Arzberg, Bayreuth, Weinheim, TU Berlin, Neuenhaus, Kiel, Neumünster und 2022 in Heide.

Der Nachbau, Zentrum der Ausstellung, soll unter Nutzung moderner Technik im Laufe 2023-2024 zu einem interaktiven Erfahrungsraum entwickelt werden.

Jüdisches Museum Rendsburg, Januar 2009. Foto © www.evelinfrerk.de

Brundibár und die Mädchen von Zimmer 28

Eine besondere Rolle in der Geschichte dieser Mädchen spielt die Kinderoper Brundibár. Sie trug wesentlich zur Strahlkraft des Projektes bei. Die Oper erlebte ab 1995 dank des Pilotprojektes der Jeunesses Musicales Deutschland, initiiert vom damaligen Generalsekretär Thomas Rietschel, eine bemerkenswerte Renaissance. Oft wurden die  Überlebvenden von Zimmer 28 zu Brundibár-Aufführungen eingeladen und erzählten von ihren Erlebnissen und Erinnerungen. Denn einige von ihnen spielten in der Oper mit, alle haben sie erlebt. Das Buch Die Mädchen von Zimmer 28 ist auch die Geschichte der Aufführungen der Kinderoper Brundibár im Ghetto Theresienstadt.

Brundibár-Tafel. Schwerin, 23. September 2004

Ausstellung in Cardiff/Wales

Im  Juni 2019 wurde die englischsprachige Ausstellung im Millennium Center Cardiff/Wales eröffnet. Sie gehörte zum Rahmenprogramm der Aufführung der Kinderoper Brundibár am Welsh National Opera House (WNO). Die musikalische Leitung hatte Chefdirigent des WNO Tomás Hanuš, der Sohn "unserer Flaška"- Anna Hanusová geborene Flachová (1930-2014), die Seele des Projektes.

Ausstellung in Brasilien

Am 22. Mai 2014 eröffnete erstmals die Ausstellung As Meninas do Quarto 28 in neuem Design in São Paulo, Brasilien. Weitere Stationen folgten in Brasilia, Porto Alegre, Rio de Janeiro und Recife. Der Erfolg der Ausstellung übertraf jegliche Erwartungen. Mehr auf der Website von Room 28 Projects.

September 2017, Recife, Brasilien. As Meninas do Quarto 28.

Ausstellungsorte

Die Ausstellungsorte von 2004 bis 2016 sind im deutschen Kompendium zum Room 28 Bildungsprojekt aufgelistet. Sie können diese Seiten hier downloaden. Oder besuchen Sie die Seite von www.room28education.net/ausstellung

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