17. Juni 2026
Digitale Ausstellung | Internationale Plattform (Website)
Wir planen eine digitale Ausstellung und die Erschließung und Nutzbarmachung des Room 28 Medienarchivs für die Ausstellung und das Bildungsprojekt.
Im inhaltlichen Fokus stehen in dieser ersten Phase das Theresienstädter Tagebuch von Helga Pollak und Brundibár und die Mädchen von Zimmer 28. Weitere Schwerpunktthemen und Aspekte werden peu a peu hinzukommen.
Udo Gittel, Mitglied von Room 28 und unseres pädagogischen Teams
Wie das Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium in Dahn (Pfalz) im Januar 2026, haben auch andere Schulen seit 2004 die Geschichte der "Mädchen von Zimmer 28" auf die Bühne gebracht, als Theaterstück oder in Form szenischer Lesungen mit Musik. Inzwischen gehören Kooperationen mit Schulen zu den tragenden Säulen des Room 28 Bildungsprojekts und Lehrer:innen zu den Schlüsselpersonen, auf denen unsere Hoffnung auf eine Zukunft des Room 28 Erinnerungs- und Bildungsprojektes ruht. Daher hat sich in unserem Verein ein pädagogisches Team gegründet.
Höchste Zeit, ein umfangreiches und äußerst wertvolles Ton- und Medienarchiv zu erschließen, und für das Room 28 Erinnerungs- und Bildungsprojekt nutzbar zu machen. Aber nicht nur dies: Das Archiv soll für eine breite Öffentlichkeit als Quelle für Forschung und historische Bildung (NS-Regime, Protektorat Böhmen und Mähren, Ghetto Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau, Holocaust) international zugänglich gemacht werden.
Das Room 28 Medienarchiv der Autorin Hannelore Brenner umfasst Ton- und Filmkassetten mit Zeitzeugeninterviews aus dem Kreis der „Mädchen von Zimmer 28“ und mit weiteren Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz. Die Tonaufnahmen begannen 1996 mit Recherchen zum Hörfunkfeature „Brundibár und die Kinder von Theresienstadt“ und setzten sich fort bis zur Veröffentlichung des Buches „Die Mädchen von Zimmer 28“ im April 2004. Interviews wurden in Deutsch und Englisch geführt.
Filmaufnahmen, gedreht 2003 in London und Spindlermühle, 2006 in Spindlermühle und Terezin, 2010 in Marienbad gehören ebenso zum Medienarchiv wie Aufzeichnungen von Veranstaltungen mit den „Mädchen von Zimmer 28“ ab 2004. Darüber hinaus gibt es Radiofeatures und Kurzfilme, wie den in Israel gedrehten Film „Memory Drops“ oder den Film „Ich wandre durch Theresienstadt. Auf den Spuren der Mädchen von Zimmer 28“, der im Rahmen eines deutsch-tschechischen Kooperationsprojekts entstand. Einige Interviews wurden in Deutsch geführt, andere, wie die in London und Spindlermühle 2003 und 2006 aufgenommenen Interviews, in Englisch. Ausschnitte aus den Ton- und Filmmaterialien werden in das Room 28 Erinnerungs- und Bildungsprojekt und in die digitale Ausstellung integriert.
Die Broschüre The Creation of a Lasting Memory (in englischer Sprache) gibt auf 46 Seiten einen Einblick in ein einzigartiges deutsch-jüdisches Projekt, das sich über einen Zeitraum von 30 Jahren entwickelte. Es wurzelt in dem Wunsch der Überlebenden von Zimmer 28 des Mädchenheims L 410 im Ghetto Theresienstadt, eine bleibende Erinnerung zu schaffen, und ist getragen von der Hoffnung, dass der Wunsch Wirklichkeit werde.
Die Broschüre ist auch für Akteur:innen aus Film und Theater gedacht, als Aufforderung, eine Schlüsselrolle bei der Schaffung eines bleibenden Gedenkens zu spielen und die Geschichte im Medium eines Spielfilms, Dokumentarfilms und auf der Bühne als Musik-Theaterstück weiterzuerzählen.
Einblick in die Broschüre auf der Website der Edition Room 28:
Die Ausstellung entstand 2004 und wurde im Nu zur Wanderausstellung. Es entstand eine tschechische, französische, englische und eine brasilianische Austellung. Mehr dazu und zur geplanten Modernisierung der Ausstellung auf dem Menü Ausstellung