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Room 28

Ausstellung: Die Mädchen von Zimmer 28

Aufgaben und Ziel

Room 28 e.V. möchte die 2004  entstandene Ausstellung Die Mädchen von Zimmer 28 erneuern, aktualisieren, erweitern und die bislang allein von Hannelore Brenner, Autorin der Ausstellung und des gleichnamigen Buches geleistete Arbeit wesentlich unterstützen und ihr Lebenswerk und damit das Vermächtnis der "Mädchen von Zimmer 28" jungen Menschen vermitteln und in die Zukunft tragen.

Rückblick: 2004 - 2017

Ausstellungseröffnung in Schwerin, 23.9.2004
Im Jahre 2004 erschien das Buch der Autorin Hannelore Brenner Die Mädchen von Zimmer 28. Im gleichen Jahr schuf sie die Ausstellung Die Mädchen von Zimmer 28, L 410, Theresienstadt. Ausstellung und Buch erzählen die Geschichte dieser Mädchen, die zwischen 1942 und 1944 im Zimmer 28, Mädchenheim L 410 im Ghetto Theresienstadt zusammenlebten. Von etwas 60 Mädchen, die für eine Weile im Zimmer 28 untergebracht waren, überlebten fünfzehn den Holocaust.

 

Die Zusammenarbeit der Autorin mit Überlebenden von Zimmer 28 entwickelte sich zu einem lebendigen Erinnerungsprojekt, aktiv mitgetragen von den Überlebenden von Zimmer 28.

Seitdem die Ausstellung erstmals im September 2004 in Schwerin eröffnet wurde, war sie in Deutschland an über 60 Orten zu sehen. Weitere Ausstellungen gab es in Tschechien, Österreich, Frankreich, England, Israel, in Brüssel und in Genf. Seit 2014 gibt es die Ausstellung in neuem Design in Brasilien.

 

Bis heute haben Hunderttausende von Menschen die Ausstellung besucht. Das multimediale Angebot der Room 28 Projects (Buch, Ausstellung, Theaterstück, Bildungsprojekt, Zeitzeugengespräche, Lesungen etc.) inspirierte zu immer neuen Aktivitäten und Schöpfungen.

 

Denn die Geschichte ist sehr viel mehr als eine weitere Geschichte zum Holocaust. Sie erzählt von der Bedeutung von Kunst und Kultur und von der Erziehung zu Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit. Sie zeigt auf, welche Kraft die Ausrichtung an kulturellen Werten zu entfalten vermag im Ringen um Selbstbehauptung, um die Behauptung der eigenen Identität und Würde.

 

2014 ist die Ausstellung in neuem Design in Brasilien entstanden:

As Meninas do Quarto 28.

September 2017, Recife, Brasilien. As Meninas do Quarto 28.

Die Kinderoper Brundibár

Eine besondere Rolle spielt in der Geschichte dieser Mädchen die Kinderoper Brundibár. Dieser trug wesentlich zur Strahlkraft des Projektes bei. Die Oper erlebte ab 1995 dank des Pilot-Projektes der Jeunesses Musicales Deutschland, initiiert von dessen damaligen Generalsekretär Thomas Rietschel, eine erstaunliche Renaissance. Oft wurden die "Mädchen von Zimmer 28" zu Brundibár-Aufführungen eingeladen und erzählten von ihren Erlebnissen und Erinnerungen.

Ausstellungsorte

Herausragenden Ausstellungsorte der letzten Jahre:

 

Im Januar 2014 war die englischsprachige Ausstellung bei den Vereinten Nationen in Genf, Helga Pollak-Kinsky war Ehrengast und keynote-speaker bei der Gedenkstunde der Vereinten Nationen an die Opfer des Holocaust.

 

Im Januar  2013 war die englischsprachige Ausstellung auf Einladung der Europäischen Kommission in Brüssel. Sie gehörte zum Rahmenprogramm der Holocaust Remembrance Ceremony der Europäischen Kommission am 28. Januar 2013.

 

Im Januar 2008 gehörte die Ausstellung zum Rahmenprogramm des offiziellen Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus des Deutschen Bundestages und war im Paul Löbe-Haus zu sehen. Eigens für die Ausstellung entstand auf Initiative des Deutschen Bundestages ein Nachbau des Zimmer 28.

Die Aufführungsorte sind u.a. im Kompendium 2016 aufgelistet.

Ausstellung in Brasilien

Am 22. Mai 2014 eröffnet erstmals die Ausstellung As Meninas do Quarto 28 in neuem Design in São Paulo, Brasilien. Weitere Stationen folgten in Brasilia, Porto Alegre, Rio de Janeiro und Recife. Der Erfolg der Ausstellung übertraf jegliche Erwartungen. Mehr auf der Website von Room 28 Project.

Ziel: Dauerausstellung

Der Deutsche Bundestag fügte 2008 der  Ausstellung  einen nachbau des Zimmer 28 hinzu und überließ  ihn Room 28 e.V.  Jahrelang standen wir vor der Frage, wie wir  dieses Ausstellungselement erhalten sollen. Dank der Firma zapf umzuege konnten wir die Rekonstruktion des  Zimmers 28 erhalten.

Dank der Firma "zapf umzuege"

An dieser Stelle möchten wir der Berliner Transport- und Lagerfirma zapf umzuege unseren herzlichen Dank sagen. Seit 2009 sponsert sie die Lagerung der Ausstellung. Nicht auszudenken, was ohne diese große Unterstützung aus dem Nachbau Zimmer 28 geworden wäre!!!

Der Nachbau "Zimmer 28"

Der Nachbau "Zimmer 28" wurde zum Kristallisationspunkt vieler Ausstellungen - in Lüneburg, Rendsburg, im Rathaus Schöneberg und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin, bei der Europäischen Kommission in Brüssel, bei den Vereinten Nationen in Genf. Und an vielen weiteren Orten: Oederan, Arzberg, Bayreuth, Weinheim, TU Berlin, Neuenhaus, Kiel, Neumünster.

Er entstand neu im Jahre 2014 in Brasilien.

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