Pressemitteilung, 12-2019

Room 28 Projects │ Hannelore Brenner

 

Theater Erfurt, 25. Januar 2020, 20.00 Uhr

 

Theresienstadt. Das Tagebuch von Helga Pollak

Mit Liedern von Ilse Weber und des Theresienstädter Kabaretts präsentiert vom Berliner Ensemble Zwockhaus

 

Stadtsaal Wien. ©Bundespräsidialamt

Unzählige Male las Helga Pollak-Kinsky seit Erscheinen des Buches Die Mädchen von Zimmer 28 im Jahre 2004 aus ihrem Theresienstädter Tagebuch, während ich (Autorin des Buches Die Mädchen von Zimmer 28) als Erzählerin durch die Geschichte führte. Die Lesungen wurden immer wieder neu gestaltet und dem jeweiligen Rahmen und thematischen Schwerpunkt angepasst. Mit der Zeit kristallisierte sich eine Darbietungsform heraus, die zu unserem Highlight wurde: die Auftritte mit dem Berliner Ensemble Zwockhaus.

Die hinreißend authentisch dargebotenen Lieder dieses Ensembles – Maria Thomaschke, Andreas Jocksch und Winfried Radeke – korrespondieren auf wunderbare Weise mit Helgas Tagebuchaufzeichnungen und den Kalendernotizen ihres Vaters Otto Pollak. Text und Musik treffen mitten ins Herz und machen spürbar, welch’ elementare Kraft der Kunst innewohnt, was künstlerische Leistung, kreatives Schaffen bedeuten kann für Menschen, die vor einem Abgrund stehen.

Stadtsaal Wien. © Bundespräsidialamt

An verschiedenen Orten präsentierten wir unser Programm – im Theater Rendsburg (Januar 2009), in der Europäischen Kommission in Brüssel (Januar 2014) oder im Rathaus Schöneberg in Berlin (April 2016).

Am 29. Januar 2017 traten wir zum letzten Mal mit Helga auf: im Stadtsaal Wien. (Fotos) Das deutsch-österreichische Projekt von Room 28 und ESRA wurde von der Deutschen Botschaft in Wien unterstützt. Bundespräsident Alexander van der Bellen sprach das Grußwort. Der ORF zeichnete die Sendung auf und produzierte die abgebildete CD.

Helga Pollak-Kinsky lebt 89-jährig in Wien. Sie reist nicht mehr und nimmt nur noch selten an Veranstaltungen teil, wenn dann nur in Wien. Insofern bedeutet die Veranstaltung im Wiener Stadtsaal für uns eine traurige Zäsur. Aber wir machen in ihrem Sinne weiter. Und freuen uns, dass wir anlässlich des Holocaust Gedenktages vom Theater Erfurt auf Initiative von Dr. Ute Lemm eingeladen wurden, unser Programm am 25. Januar 2020 im Theater Erfurt auf die Bühne zu bringen.

 

Aus Helgas Tagebuch liest Carolin Blumert, aus den Aufzeichnungen ihres Vaters Otto Pollak liest Andreas Jocksch (Zwockhaus). Am Klavier spielt Nikolai Orloff. musikalische Leitung: Winfried Radeke. Konzeption und Moderation: Hannelore Brenner. Die Veranstaltung ist auch eine Auftaktveranstaltung zur Ausstellung

Die Mädchen von Zimmer 28, L 410, Theresienstadt in der Gedenkstätte Topf & Söhne in Erfurt. Weitere Informationen: www.room28.net/terminkalender/

 

Die ORF-CD und das Tagebuch von Helga Pollak-Kinsky und weitere Publikationen der Edition Room 28 können Sie per Email an brenner@room28.de bestellen. Bei Interesse an unserem Programm schreiben Sie bitte ebenfalls an diese Adresse.

Website des Zwockhaus: www.zwockhaus.de

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