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Essentials (1)

Gründe, die für eine Unterstützung unserer Spendenkampagne sprechen

Das Kompendium 2016 liefert allumfassende Gründe, die, so hoffen wir, Sie dazu motivieren, unsere Spendenkampagne zu unterstützen. Sie können das Kompendium direkt über uns bestellen.

Hannelore Brenner

Theresienstadt

Die Mädchen von Zimmer 28

Kompendium 2016

Room 28 Bildungsprojekt

Edition Room 28, 2016

120 Seiten, Farbe

Beilage: CD mit dem Hörfunkfeature

"Die Mädchen von Zimmer 28", SWR 2002, 59 Min.

Auszug aus dem Kompendium 2016

Kapitel: Aus der Werkstatt

Von Hannelore Brenner und Heinz Winkler

Aspekte des Room 28 Bildungsprojektes

Es gibt eine Fülle an Publikationen zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust, die speziell für den Einsatz im Unterricht geschrieben wurden. Die Lehrmaterialien „Theresienstadt. Die Mädchen von Zimmer 28“ heben sich von den meisten dieser Publikationen ab. Dies liegt nicht zuletzt an der einzigartigen Form ihrer Entstehungsgeschichte als deutsch-jüdisches Gemeinschaftsprojekt, an dem Reichtum authentischer Dokumente und dem biographischen Ansatz. Es liegt vor allem auch an der Symbolkraft der kleinen Gemeinschaft „Zimmer 28“, einem Mikrokosmos, in dem sich das Leben und das Schicksal der Kinder von Theresienstadt spiegeln. Und es liegt am pädagogischen Wert der kleinen Organisation im Zimmer 28, dem Ma’agal. (...)

 

Ein weiterer Aspekt kommt hinzu: Die Geschichte dieser Mädchen wirft ein Licht auf ein Kapitel der Zeitgeschichte, das im Schatten deutscher Geschichtsschreibung (und Lehrpläne) steht: das Schicksal jüdischer Kinder in unseren Nachbarländern Österreich und Tschechien unter dem NS-Regime und die Ereignisse im sogenannten Protektorat Böhmen und Mähren zwischen 1939-1945. Dabei werden über den hier skizzierten zeitlichen Ausschnitt hinaus weitere zeit- und kulturgeschichtliche Aspekte und Hintergründe sichtbar. Denn sowohl die herausragenden kulturellen und pädagogischen Leistungen wie auch das Gruppenschicksal, das sich im Prisma des Mikrokosmos Zimmer 28 in Theresienstadt bricht und spiegelt, geben eine Ahnung von jenen hoffnungsvollen Traditionslinien und geistigen Strömungen aus der Mitte Europas, die im Theresienstädter Ghetto ausgeklungen sind. (...)

 

Der Humanität Raum geben

Der Humanität mehr Raum und mehr Gewicht geben, dies ist ein wesentliches Ziel der Room 28 Projects und unseres Bildungsprojektes. Was Anna Hanusová im Namen ihrer Freundinnen formulierte, ist Ausgangspunkt, Anliegen und Ziel zugleich: „Ich möchte, dass mit der Erinnerung (…) auch jene menschlichen Werte weiterleben, die für uns so wichtig wurden und es bis heute sind: Toleranz, Mitgefühl, Bildung, Kultur, Freundschaft und Liebe.“

 

Hierin liegt eine Besonderheit der Geschichte der 'Mädchen von Zimmer 28'. Sie ist mehr als eine weitere Geschichte zum Holocaust und sehr viel mehr als eine Opfergeschichte. Das Projekt eignet sich nicht für Betroffenheitspädagogik. Die Geschichte dieser Mädchen offenbart etwas Universelles, Zeitloses; etwas, das uns heute angeht und in die Zukunft weist. Das macht das Projekt so aktuell.

 

Dies erklärt auch, warum das Kapitel 6. Kunst, Kultur und Menschlichkeit zum Schwerpunkt der Lehrmaterialien wurde. Zu den darin thematisierten Aspekte, im Besonderen Ma’agal, Musik im Zimmer 28, Brundibár, Friedl Dicker-Brandeis werden  weitere Arbeitsblätter folgen. (...)

 

Zielgruppen

Die Beschäftigung mit den Lebensverhältnissen und dem Schicksal der Mädchen von Zimmer 28 des Ghettos Theresienstadt ist für den Geschichtsunterricht über den Nationalsozialismus und den Holocaust in besonderer Weise geeignet; ebenso für die Fächer Ethik, Politische Bildung, Religion und Kunst, für fächerübergreifende Projektarbeit und außerschulische, kreativ-künstlerische Projekte. Die Lehrmaterialien können für den Unterricht der Sekundarstufe I Klassenstufen 5–10 genutzt werden, aufgrund des modularen Charakters jedoch auch in anderen Altersstufen und Klassenstufen. Die Lehrmaterialien sind insbesondere auch für junge BesucherInnen der Ausstellung und LehrerInnen gedacht.

 

Lernziele und Lerninhalte

Über die Lernziele und Lerninhalte informieren die ausgezeichneten Beiträge von Peter Gstettner, Bertram Noback und Detlef Pech. Bertram Noback geht in seiner Analyse „Die Mädchen von Zimmer 28. Eine Erinnerungspädagogik im 21. Jahrhundert“ speziell auf die hier angesprochenen Punkte ein. Das Room 28 Bildungsprojekt, so sein Fazit, entspricht den sechs von ihm herausgearbeiteten didaktisch-methodischen Konzepten im Umgang mit dem Unterrichtsthema „Nationalsozialismus“:

 

1  Vermittlung eines historischen Überblickwissens

2  Konkretisierung und Personalisierung der Geschichte als historisches Verstehen

3  Geschichtsreflexion

4  Politische und moralische Bildung

5  Erinnern

6  Philosophische Reflexion

 

Da es sich um ein Projekt sui generis handelt und das Room 28 Bildungsprojekt mehr ist als Lehrstoff für den Geschichtsunterricht, ergänzen wir diese Kategorien um eine weitere:

7  Kunst, Kultur, Kreativität, Resilienz

Inhaltsübersicht

Eine Inhaltsübersicht und weitere Informationen finden Sie auf der Website von Room 28 Education:

Einblick ins Kompendium 2016

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