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Room 28

Aktuelle Projekte 2017-2020

Kernprojekt

Room 28 Bildungsprojekt

Ausstellung in Brüssel, Europäische Kommission, 2013

Wie auf dem Menue Room 28 Projects ausgeführt, ist es das Ziel des Vereins, das von Hannelore Brenner initiierte Room 28 Bildungsprojekt und die Ausstellung Die Mädchen von Zimmer 28 in eigener Trägerschaft zu gestalten, weiter zu entwickeln und zu organiserien.

 

Dies ist  work in progress - ein Langzeitprojekt. Vor allem: eine große Herausforderung. Denn es gilt, eine solide Grundlage zu schaffen - finanziell, personell, strukturell. Der Verein soll  handlungsfähig gemacht werden, und aus dem Verein ein engagierter und professionell agierender Förderverein werden.

 

Einblicke ins Bildungsprojekt

Auf 120 Seiten gibt das Kompendium 2016 Einblick ins Bildungsprojekt. Einblicke in das Kompendium  gibt das folgende Interview von Evelin Frerk mit Hannelore Brenner und der Essay der Autorin für die Plattform "Lernen aus der Geschichte".

2. Mai 2017

Room 28 - eine Keimzelle der Menschlichkeit

Interview von Evelin Frerk mit Hannelore Brenner für den hpd (humanistischer pressedienst) anlässlich der Neuerscheinung des Kompendiums 2016.

Das Gespräch erschien am 2. Mai 2017 im hpd. Der folgende Link führt direkt zum Interview:

English translation of the interview, clock the button:

29. Mai 2017

Mehr als Erinnerungen an eine dunkle Zeit

Am 29. Mai 2017 veröffentlichte die Plattform"Lernen aus der Geschichte" einen Essay zum Kompendium 2016 von Hannelore Brenner. Der folgende Link führt direkt zur Website:

Beginn des Essays weiter unten auf der Seite.

Website von Room 28 Education:

11. Mai 2012

Das "Room 28" Bildungsprojekt

Den ersten Bericht über das Room 28 Bildungsprojekt schrieben Evelin und Carsten Frerk für den hpd (humanistischer pressedienst) anlässlich der Veranstaltung in der Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin.

Hier der Beginn des Essays für "Lernen aus der Geschichte"

Mehr als Erinnerungen an eine dunkle Zeit

Von Hannelore Brenner

 

Die erinnerungskulturellen Projekte, die unter dem Logo ‚Room 28 Projects‘ erscheinen, sind insofern ein außergewöhnliches Vorhaben, als es sich von den meisten Dokumentationen und Interviewprojekten unterscheidet. Der mehrdimensionale Zugang und die methodische Aufbereitung machen die Geschichte der „Mädchen von Zimmer 28“ zu einem spannenden Entdeckungs- und Erkenntnisprozess. Mit diesen Worten charakterisiert Peter Gstettner, Erziehungswissenschaftler aus Klagenfurt und Österreichs engagiertester Streiter für das „Erinnern gegen das Vergessen“ in seinem Beitrag zum Kompendium 2016 ein jüdisch-deutsches Holocaust-Erinnerungsprojekt, das 1996 begann und bis heute andauert. Er gab seinem Beitrag den Titel: Die Room 28 Projects sind mehr als nur Erinnerungen an eine dunkle Zeit.

 

Seit 2004 erzählen ein Buch, ein Theaterstück und eine Ausstellung die Geschichte einer Gruppe jüdischer Mädchen, deren Wege im Ghetto Theresienstadt, Mädchenheim L 410 im Zimmer 28 zusammentrafen. Das mediale Echo auf die Erstausgabe des Buches im März 2004 war überraschend groß; aber auch, in mancherlei Hinsicht, ernüchternd. Erst der Ausstellung gelang es, das eigentliche Anliegen des Projektes erfahrbar zu machen. Eine wesentliche Rolle spielten dabei die Überlebenden von Zimmer 28 selbst. Über Jahre nahmen sie engagiert an unzähligen Veranstaltungen teil – an Lesungen, Ausstellungseröffnungen, Zeitzeugengespräche, Schulprojekten. Oft auch als Gast bei Aufführungen der Kinderoper Brundibár von Hans Krása. Denn die Geschichte dieser Mädchen vermittelt auch die Geschichte der ersten Aufführungen dieser Oper im Ghetto Theresienstadt.

 

Die im März 2016 erschienene Broschüre Theresienstadt. Die Mädchen von Zimmer 28. Kompendium 2016. Room 28 Bildungsprojekt – nachfolgend kurz Kompendium genannt –informiert über die Anfänge, Motive und Ziele der Room 28 Projects, enthält Analysen und Reflexionen zum pädagogischen Wert von Peter Gstettner, Detlef Pech, Bertram Noback, Heinz Winkler sowie exemplarische Auszüge didaktisch aufbereiteter Lehrmaterialien. Aktuelles zu den Room 28 Projects erfahren die Leser_innen im letzten Teil. Eine CD mit dem Radiofeature Die Mädchen von Zimmer 28 ergänzt das Kompendium - ein klingendes Zeugnis für die Authentizität der in verschiedenen Medien erzählten Geschichte.

 

 

„Eine Erinnerungspädagogik im 21. Jahrhundert“

 

Das ‚Room 28 Bildungsprojekt‘ ist aus meiner Sicht ein idealer Zugriff einer zeitgemäßen pädagogischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert. Dies schreibt Bertram Noback, Gymnasiallehrer und Lehrbeauftragter an den Universitäten Heidelberg und Darmstadt, in seinem Beitrag zum Kompendium. Bertram Noback promovierte über den schulischen Umgang mit dem Thema Holocaust. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. Geschichtsdidaktik, Holocaust und Erinnerungskultur. Der Titel seines Textes: „Die Mädchen von Zimmer 28 - eine Erinnerungspädagogik im 21. Jahrhundert“. Warum er diesen programmatischen Titel wählte, geht aus dem nachfolgenden Zitat hervor:

 

Die zum Teil sehr nahegehenden Biografien der „Mädchen von Zimmer 28“ ermöglichen auf eindringliche Weise einen sehr authentischen und konkreten Zugang zur damaligen Zeit. Das ‚abstrakte‘ Geschehen und die damit verbundenen Gräueltaten werden den Schülerinnen und Schülern auch dadurch sehr nahe gebracht, dass die Mädchen sich in einer ähnlichen Lebensphase befanden wie die heutigen Jugendlichen, aber in völlig konträren Lebensumständen agierten. (…)

Darüber hinaus liegt der pädagogische Wert dieses Projektes auch in der didaktisch methodischen Aufbereitung der Materialien, die aufgrund ihrer Verschiedenartigkeit ein individuelles Lernen ermöglicht. (…) So ließen sich curriculare Anknüpfungspunkte in den Fächern Deutsch (z.B. literarische Auseinandersetzung mit dem Buch), Geschichte, Religion/Ethik (z.B. bei Themen zur Menschlichkeit, bei der Behandlung des Unterrichtsthemas „Judentum“) und Politik (z.B. Demokratie, Menschenrechte) finden. Das Projekt ist auf kein Unterrichtsfach festgelegt und ist in sich sehr breit und offen angelegt.“

 

An dieser Stelle ist es nötig, auf einen wichtigen Aspekt hinzuweisen. Das Room 28 Bildungsprojekt ist ein dynamisches Projekt, auch ein interaktives und internationales. Das Kompendium ist ein Schlüsselwerk – Einführung, Anregung und Angebot zugleich; der Auftakt für eine Sammlung von Lehrmaterialien, von denen es einige bereits gibt, andere aber erst in der Planungsphase sind.

 

Der Zweck des Kompendiums ist es, Schulen, Lehrende, Akteur_innen im Bildungs- und Kulturbereich und interessierte Zeitgenossen mit diesem Kultur- und Bildungsprojekt bekannt zu machen. Diesem Zweck dient auch das aktuelle Angebot, das „Room 28 Schulpaket“

Inhalt des Room 28 Schulpakets

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